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Wort und Ritual
Freie Theologin und Rednerin
Gudrun Ahlborn-Honemann
Abschiedszeremonien - Trauerreden - Trauerfeiern
15
Jahre
Eine ganz besondere Abschiedsfeier:
Die Urne wurde inklusive der Angel des Verstorbenen mitten in ein Meer hineindekoriert.
Während der Trauerfeier wurde auf Wunsch der Witwe die Musik „La Mer“ von Charles Trenet gespielt.
Eine ganz besondere Abschiedsfeier: Die Urne wurde inklusive der Angel des Verstorbenen mitten in ein Meer hineindekoriert.

Mit der großen Kraft des Wortes

Die studierte Theologin Gudrun Ahlborn-Honemann gestaltet seit 15 Jahren als Trauerrednerin Abschiedszeremonien

Gudrun Ahlborn-Honemann.
 
Gudrun Ahlborn-Honemann.

„Die Trauerfeier, ob öffentlich oder im engsten Kreis, halte ich für ein wichtiges Ritual, das helfen kann, den Trauerweg zu bewältigen“, so die freie Theologin und Trauerrednerin Gudrun Ahlborn-Honemann, die ihren Beruf seit 15 Jahren mit viel Herz und aus voller Überzeugung ausübt.

Es sei mehr als ein normaler Broterwerb, ergänzt die 47-Jährige aus Stade-Bützfleth. Das Motto ihrer Krefelder Kollegin Dorothea Ruthsatz, das der Berufsverband von Trauerrednerinnen und Trauerredner übernommen hat, ist auch ihres: „Die Lebenden ansprechen – die Toten zur Sprache bringen.“ Gemeint sei, die Bedürfnisse der Angehörigen mit ein zu beziehen, genauso wie das gelebte Leben des verstorbenen Menschen. Es gehe in erster Linie nicht darum, einen chronologischen Lebenslauf in Erinnerung zu rufen, sondern vor allem die Persönlichkeit des Verstorbenen und das, was für ihn wichtig war, mit Vorsicht und Respekt herauszustellen. „Es liegt mir am Herzen, eine ehrliche Beziehungsgeschichte zu erzählen, nicht wo der Mensch wann war, sondern wie war er “, erklärt die Rednerin.

Die Lebenden ansprechen –
die Toten zur Sprache bringen.

Das herauszufinden, bedürfe eines ausführlichen Gesprächs, weiß sie aus ihrer langjährigen Erfahrung. Die Besprechung findet deshalb in der Regel im Trauerhaus statt, um die Umgebung des Verstorbenen kennen zu lernen, seine „Lebenswelt“ zu erspüren. „In Trauerfeiern sollte zur Sprache kommen, was dem Verstorbenen und den Hinterbliebenen entspricht“, sagt Gudrun Ahlborn-Honemann. Das geschehe durch eine persönliche Ansprache, passende Musik, Gedichte, symbolische Handlungen oder auf Wunsch auch religiöse Elemente, die sie gemeinsam mit den Angehörigen vorher bespricht.

Trauerfeiern für Kinder mit Kindern als Trauergäste
Trauerfeiern für Kinder mit Kindern als Trauergäste gehören zu den größten Herausforderungen - kindgerecht in Rede und Musik und bunt sollen sie sein. Viele Luftballons stiegen zum abschluss in den Himmel auf.  

„Außerdem verstehe ich mich als Beraterin“, so Gudrun Ahlborn-Honemann. „Was ist machbar, was lässt man lieber bleiben“ klärt die Fachfrau, die ein abgeschlossenes Theologiestudium mit anschließendem Vikariat vorweisen kann.

Seit 1997 arbeitet sie als „Freie Theologin“ und Rednerin, auch wenn manche bei dem Begriff an die Freikirche denken. „Falsch, wir Freien Theologen stehen für die unkonfessionelle, nicht-kirchliche Gestaltung von Lebensübergängen.“ Wozu neben Trauerfeiern auch freie Trauungszeremonien und Willkommensfeiern für Kinder zählen.

Jeder Mensch ist einzigartig. Das spiegelt sich hier in einer Auswahl an verschiedenen Steinen, der großen Leidenschaft des Verstorbenen, wider.
  Jeder Mensch ist einzigartig. Das spiegelt sich hier in einer Auswahl an verschiedenen Steinen, der großen Leidenschaft des Verstorbenen, wider.

Die Trauerfeiern nehmen allerdings den größten Raum ein, was am Wandel in der Bestattungskultur und einer Veränderung im Abschiednehmen liegen mag, vermutet Ahlborn-Honemann. Immer mehr Menschen wünschen sich bewusst „eine etwas andere“ Feier.

Um den geänderten und gesteigerten Ansprüchen gerecht zu werden, ist ihr der Austausch mit Kollegen und die stete Fortbildung enorm wichtig. Mittlerweile arbeitet sie mit über 40 Bestattungsinstituten zwischen Cuxhaven, Hamburg und Zeven sowie auf Nordsee und Ostsee. Ihre Arbeit wird geschätzt, so sehr, dass sie nach über 200 Trauerfeiern pro Jahr in 2011 einen neuen Kollegen eingearbeitet hat, um eine qualifizierte Vertretung anbieten zu können. Seit Mitte 2011 ist dieser, ebenfalls ausgebildeter Theologe und Altentherapeut, nun mit einsatzbereit.
„Wenn man es schafft, dass die Leute mit einem guten Gefühl die Trauerfeier verlassen, dann berührt mich das sehr, denn ich weiß, ich mache das Richtige“, sagt Gudrun Ahlborn-Honemann, die sich bei allen Familien für das entgegen gebrachte Vertrauen bedankt.

Ihr Dank gilt auch den mit ihr kooperierenden Bestattungsinstituten, den Mitarbeitern von Friedhöfen und Bestattungswäldern, den Hospizgruppen, Musikern und Sargträgern.

Kontakt:
Freie Theologin und Rednerin
Gudrun Ahlborn-Honemann
Erlenweg 86
21683 Stade
Tel.: 0 41 46 / 90 83 23

Auch auf Messen zeigt Gudrun Ahlborn-Honemann gelegentlich Präsenz. Nicht nur zu traurigen, sondern auch zu sehr erfreulichen Anlässen wie Trauungen und Willkommens-
feiern für Kinder findet die freie Theologin die passenden Worte.
Auch auf Messen zeigt Gudrun Ahlborn-Honemann gelegentlich Präsenz.
Hier haben die Trauergäste jeweils ein Licht an der Namenskerze der Verstorbenen angezündet und an ihre Urne gestellt.
Beisetzung im „Friedwald Buxtehude“
Auch neue Bestattungs-
formen, das Foto zeigt eine Beiset-
zung im „Friedwald Buxtehude“, gehören zu den Abschieds-
zeremonien, die Gudrun Ahlborn-Honemann als freie Rednerin und Theologin begleitet.

Hier haben die Trauergäste jeweils ein Licht an der Namenskerze der Verstorbenen angezündet und an ihre Urne gestellt.

 
Sonderseite erschienen im Tageblatt, 03.11.2012

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